Manchmal entstehen die besten Ideen nicht in fernen Metropolen, sondern direkt vor der Haustür. In Poppenbüttel tüftelten Yuka Suzuki und Hauke Günther – die Gründer von
Hamburg-Zanzibar Gin – an einer Frage, die viele Menschen beschäftigt: Geht weniger Alkohol – ohne auf Geschmack verzichten zu müssen? Sie haben eine revolutionäre Antwort gefunden.
Sie heißt Micro Gin.
Name: Koyi. Damit haben die Hamburger etwas entwickelt, das es in dieser Form weltweit bislang nicht gab. Statt alkoholfreie Alternativen zu produzieren, die oft nur entfernt an das Original erinnern, gingen sie den umgekehrten Weg. Sie konzentrierten die Aromen eines echten Gins so stark, dass bereits wenige „Dashes“ ausreichen, um einen vollwertigen Gin Tonic mit authentischem Geschmack zu erzeugen – bei einem Bruchteil des sonst üblichen Alkoholgehalts.

Das trifft den Nerv der Zeit. Immer mehr Menschen möchten bewusster genießen, weniger Alkohol trinken und trotzdem nicht auf den Geschmack verzichten. Genau hier setzen die Micro Spirits an: echter Gin-Geschmack, kaum Alkohol, kein Verzichtsgefühl. Die Idee entstand nicht über Nacht. „Wir haben Hamburg-Zanzibar Gin mit der Intention gegründet, auch alkoholfreie Gins anzubieten“, erklärt Hauke Günther. So wurden bereits 2019 erste Prototypen entwickelt. Mithilfe spezieller Vakuum-Destillation gelang es, außergewöhnlich viele natürliche Aromen auf eine minimale Alkoholmenge zu konzentrieren. Das Besondere: Die Produkte kommen ohne künstliche Aromen, Konservierungsstoffe oder Farbstoffe aus. Im Glas landet am Ende genau das, wonach sich viele Genießer sehnen – ein echter Drink ohne den gefürchteten Kater am nächsten Morgen.
Lange war die Innovation ein Geheimtipp, bis zu einem Auftritt in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ im März dieses Jahres. Zwar gab es für die präsentierten Micro Spirits keinen Investment-Deal, aber die Investorin Diana Ensthaler erkannte das Potenzial von Hamburg-Zanzibar sofort. Gemeinsam mit Yuka Suzuki und Hauke Günther entwickelte sie die Idee für eine neue Firma und innovative Ready-to-Drink-Produkte. Die Entwicklung läuft noch, aber die TV-Ausstrahlung sorgte jetzt schon für eine extreme Aufmerksamkeit: Innerhalb weniger Tage schossen die Bestellungen für Koyi durch die Decke.
„Obwohl wir uns vorbereitet haben, übertraf die Nachfrage selbst die optimistischsten Erwartungen um ein Vielfaches. Binnen kurzer Zeit erzielten wir Umsätze, für die zuvor Jahre nötig gewesen sind.“ Die Produktion lief am Limit, Lieferzeiten von mehreren Wochen waren zeitweise unvermeidbar. Kunden aus Österreich, der Schweiz und Frankreich fragten an. Für das kleine Team aus Poppenbüttel begann ein echter Neuanfang.
Besonders berührend sind die Rückmeldungen der Kunden. „Viele berichten, dass sie ihren Alkoholkonsum deutlich reduziert haben, ohne das Ritual eines guten Gin Tonics aufgeben zu müssen. Andere erzählen, dass sie endlich eine Alternative gefunden haben, die nicht nach Kompromiss schmeckt“, erklärt Yuka lächelnd.
Für die Gründer ist genau das der größte Erfolg – die Tatsache, dass ihre Idee Menschen hilft, bewusster zu genießen. So ist ausgerechnet in Poppenbüttel eine Weltneuheit entstanden, die perfekt den Zeitgeist trifft – eine Erfindung zwischen Genuss und Verantwortung, zwischen Tradition und Innovation. Vielleicht ist genau das die Zukunft des Trinkens: weniger Alkohol, gleicher Geschmack – und ein bisschen mehr Lebensqualität.
Mehr Infos: www.hamburg-zanzibar.de & www.koyi.de
BU
Der Micro Gin „Koyi“ von Yuka Suzuki und Hauke Günther (Hamburg- Zanzibar Gin) ermöglicht einen fast alkoholfreien Gin-Genuss. © Hamburg-Zanzibar/Frank Löschke