Die Freunde der JazzHall Hamburg e.V. haben auch in diesem Jahr wieder zum Benefizkonzert zugunsten der JazzHall in den modernen Konzertsaal an der Außenalster geladen. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur folgten der Einladung gerne, um die in ihrer Form in Deutschland einzigartige Institution auf dem Campus der Hochschule für Musik und Theater zu unterstützen: 80.000 € kamen zusammen.

Welchen Stellenwert die JazzHall inzwischen für die Jazzszene hat und welche die Strahlkraft sie für die ganze Stadt erzeugen kann, unterstrich das musikalische Motto des Abends: Made in Hamburg. „Hamburg ist nicht nur Kulturstadt, weil hier Weltstars gastieren. Hier entsteht Jazz, werden Talente ausgebildet und Ideen entwickelt“, betonte Saxophonistin und Sängerin Stephanie Lottermoser, die als Moderatorin durch den Abend führte.

Prof. Dr. Ernst Langner (Stifter), Schirmherrin und Senatorin Maryam Blumenthal, Prof. Dr. Jan Philipp Sprick (Präsident HfMT Hamburg)) und Nataly Langner (v.l.)
Anna-Maria Zapatka (kaufm. GF der JazzHall) und Tilman Oberbeck (künstlerischer GF der JazzHall)
Die Mäzene Barbara und Sen. a. D. Ian Karan

Stars und Talente, Musik und Genuss

Stefan Gwildis eröffnete gemeinsam mit dem Jazzkombinat das musikalische Bühnenprogramm des Abends und lieferte so ein imposantes Beispiel für das Zusammenspiel von etablierten Stars und Jungmusiker:innen aus der Hansestadt. Zudem zeigten die Tänzer:innen Ricardo Urbina und Hitomi Hashimoto gemeinsam mit dem Instrumentalisten Tilman Fehse eine Fusion von Ballett und Jazz – besonders beeindruckend war dabei der Kontrast zwischen Musik vom analogen Flügel und der vom elektronischen Synthesizer, ehe das Laila Nysten Streichquartett die exzellente Jazzausbildung der HfMT repräsentierte.

Für kulinarischen Genuss sorgte Spitzenköchin Cornelia Poletto mit ihrem Team, die als Betreiberin der hauseigenen Bar, eine langjährige Unterstützerin der JazzHall ist. Kredenzt wurde ein gelungenes Dreigang-Menü bestehend aus Insalata nizzarda mit Tuna crudo, Zwiebelrostbraten mit Steinpilzrisotto und Bergpfefferjus sowie Semifredo von der Amalfizitrone.

Gebaut auf vielfältigem Engagement

Das Programm des Benefizkonzerts stand dabei stellvertretend für die vielen künstlerischen Projekte, die in der JazzHall bereits zu erleben waren oder künftig noch entstehen sollen. „All das entsteht jedoch nicht selbstverständlich. Es braucht Menschen, die an die Kraft der Musik und an die Bedeutung dieses besonderen Ortes glauben“, betonten Anna-Maria Zapatka (kaufmännische Geschäftsführerin der JazzHall) und Tilman Oberbeck (künstlerischer Geschäftsführer) in ihrer gemeinsamen Ansprache.

Die Schirmherrin des Benefizkonzerts, Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal, betonte in ihrer Ansprache die gesellschaftspolitische Bedeutung der JazzHall: „Jazz ist aus dem Anspruch von Freiheit und Zugehörigkeit geboren. Die JazzHall verleiht alldem Ausdruck. Offen, vielfältig und für alle. […]. Die letzten Landtagswahlen haben gezeigt, dass Freiheit und Zugehörigkeit nicht selbstverständlich sind. Im Sinne von Max Roach‘ Album We Insist: Wir bestehen darauf, dass unsere Freiheit und, mehr noch, die Freiheit anderer nicht genommen wird. Denn Hamburg besteht aus Freiheit. Wir brauchen Orte, an denen man sie nicht nur lebt und erlebt, sondern auch hört. Orte wie die JazzHall. Lassen sie uns gemeinsam weiter dafür sorgen.“

Die JazzHall sei ein Paradebeispiel dafür, was möglich sei, wenn Menschen über viele Jahre an eine gemeinsame Idee glauben, zeigte sich Prof. Dr. Rüdiger Grube (Vorstand Freunde der JazzHall Hamburg e.V.) beeindruckt. Nicht aber ohne die zunehmende Relevanz von Förder:innen und Spender:innen zu betonen: „Was auf der Bühne der JazzHall passiert, ist das Ergebnis von anhaltendem Engagement vieler.“ Im Namen der Freunde der JazzHall Hamburg bedankte er sich bei allen Gästen und den Sponsoren des Abends – Mercedes-Benz Hamburg, BW-Bank, Cornelia Poletto und Blumen Lund – für Spenden in Höhe von rund 80.000 €, die vielfältige Projekte wie das JazzHall SummerFestival, Workshops sowie Kinder- und Familienkonzerte ermöglichen.

Der Pianist Sebastian Knauer mit seiner Frau Dorothee
Der Sänger und Entertainer Stefan Gwildis und das Jazzkombinat rocken den festlich gedeckten Konzertsaal.

Über die JazzHall Hamburg

Die JazzHall ist der neuste Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater in Harvestehude an der Außenalster und er bietet über 200 Besucher:innen Platz. Seit ihrer Eröffnung im Sommer 2021 ist sie zentrale Spielstätte für Konzerte der Jazz-Studiengänge sowie für nationale und internationale Künstler:innen weit über Genregrenzen hinaus. Ermöglicht wurde die JazzHall durch das große Engagement der Prof. Dr. Ernst Langner Stiftung. Mehr Infos und das Programm gibt es HIER.

Über die Freunde der JazzHall Hamburg e.V.

Der 2023 gegründete Freunde der JazzHall Hamburg e.V. ist der Förderverein der JazzHall. Er unterstützt dieses für Europa einzigartige Modellprojekt, das die nationale und internationale freie Jazz-Szene mit den Studierenden der HfMT in einem professionellen Kulturbetrieb vereint. Mehr Infos gibt es HIER.

Aufmacher: Stefan Gwildis ließ es passend zu einem seiner Songs im Saal „regnen“. Fotos: © Klaus Knuffmann (4) / Kai Wehl (2)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

News abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und bleiben Sie immer informiert

© 2026 | This.Online | Alle Rechte vorbehalten.

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.