Was tun, wenn der Alltag zu viel wird? Für den Cellisten Jan Vogler ist die Antwort klar: Johann Sebastian Bach spielen. Am 17. November können Sie ihm dabei zuhören – der Berliner präsentiert dessen sechs Cellosuiten in der Laeiszhalle. Mit etwas Glück können sie das sogar for free genießen: Wir verlosen 5×2 Konzertkarten!
„Stellen Sie sich vor, Sie waren beim Zahnarzt, oder bei Regen einkaufen, oder sind gerade 5 Stunden in einem überfüllten Zug gereist. Ihre Batterie ist auf Reserve. Das ist der Moment für Bach”, erzählt Jan Vogler, Cellist und Intendant der Dresdner Musikfestspiele, von seiner Begeisterung für den Komponisten. Für ihn ist Bachs Musik zu spielen wie eine Meditation: „Kein anderer Komponist hat diese geradezu kosmische und gänzlich positive Ausstrahlung.” Und weil Vogler eine große Begeisterung für Johann Sebastian Bachs Werke hat, zeigt er sie auch immer wieder auf den großen Konzertbühnen – so wie am 17. November in der Laeiszhalle in Hamburg. Dort spielt er alle sechs Solo-Suiten für Violoncello. Dabei tritt sein Stradivari-Cello in einen musikalischen Dialog mit Bachs unverwechselbarer Klangwelt.
Warum die Cellosuiten besonders sind
Bachs sechs Cellosuiten zählen zu den bedeutenden Werken des Repertoires für Violoncello solo. Seit Jahrhunderten werden sie immer wieder neu interpretiert – auch von Jan Vogler, der in einer Musikerfamilie aufgewachsen ist und bereits mit 20 Jahren als Erster Konzertmeister Violoncello an der Staatskapelle Dresden tätig war. Die Laeiszhalle bezeichnet seine Interpretationen als „legendär”. Der Musiker reagiert auf dieses Lob bescheiden: „Haha, damit kann ich nur wenig anfangen! Ich glaube aber tatsächlich, dass ich sehr viel Glück mit Bach hatte und habe. Meine Eltern kamen mit viel Bach-Tradition aus Leipzig. Ich habe dann viele Impulse, z.B. von Heinrich Schiff und Reinhard Goebel, für meine Bach-Interpretationen bekommen. Und dann das größte Glück: Ich habe den Zyklus inzwischen an die 100 Mal auf der ganzen Welt aufführen dürfen, das Publikum war dabei immer Gradmesser für die Relevanz meiner Aufführungen, das ist mein größtes Kapital!”
Für Vogler zeigt jede Interpretation auch die eigene Entwicklung. Auf die Frage, ob er die Suiten heute anders spielt als zu Beginn seiner Karriere, hat er daher eine klare Antwort: „Natürlich! Und das sind keine kleinen Unterschiede, die Wahrheit verändert sich im Spiegel unseres Charakters und unserer Lebenserfahrungen. Im Grunde spielt jede Lebensminute mit, daher werde ich die Suiten in Hamburg schon wieder anders spielen als heute…”

Bach im Jahre 2026
Aber was kann Musik, die vor Jahrhunderten entstanden ist, einem Publikum von heute vermitteln? Für Jan Vogler ist das eine zentrale Frage, wenn er mit einem Werk auftritt: „Wenn eine Interpretation nicht zeitgemäß ist, merkt es das Publikum sofort. Wenn ich auf die Bühne komme, bin ich im Dialog mit all den Menschen im Saal. Wir alle leben im 21. Jahrhundert und sind durch unseren Alltag geprägt. Was erwartet ein Konzertbesucher 2026, wenn er eine Karte für ein Konzert mit Bach Cellosuiten kauft? Er möchte die Lebendigkeit von Bach’s Musik in unserer Zeit spüren. Um dieses Ziel zu erreichen, inspirieren mich zeitgenössische Partner wie der Schauspieler Bill Murray oder die Poetina Amanda Gorman ebenso wie der geheimnisvolle und stets magische Notentext!”
Am 17. November 2026 kann man Jan Voglers Interpretationen aller sechs Cellosuiten in der Laeiszhalle hören. Und da er sie immer wieder anders spielt, darf sich das Publikum auf eine ganz eigene Begegnung mit Bachs Musik freuen. Mehr Infos zum Künstler gibt es HIER.
Seien Sie dabei! – Konzert und Verlosung
WAS: Jan Vogler – Johann Sebastian Bach: Cellosuiten Nr. 1–6
WANN: 17. November, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
WO: Laeiszhalle, Großer Saal.
KARTEN: ab 12 €.
Mehr Infos und Tickets gibt es HIER
Wir verlosen 5×2 Tickets der PK 1 für das Konzert. Wer mitmachen will, sendet bis zum 05.11.2026 eine E-Mail mit dem Betreff „Cello“ an redaktion@alster-net.de
Teilnahmebedingungen: Die Teilnahme erfolgt über die an uns gemailte E-Mail. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland. Mitarbeitende des Magazin Verlag Hamburg und der effektreich group sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Der/Die Gewinner*in wird per Zufallsprinzip ermittelt und auf eine Gästeliste/Abendkasse gesetzt. Namen und Adressen werden nicht gespeichert oder weitergegeben. Das Gewinnspiel endet am 05.11.2026, um 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung nicht möglich.
Aufmacher: © Jim Rakete