Der Hamburger Fotograf, Autor und „Wüstenwanderer“ Achill Moser durchstreift seit Jahrzehnten die Welt – zu Fuß, „damit die Seele Schritt hält“, wie er sagt. Seit einigen Jahren hat er einen festen Begleiter, seinen Sohn Aaron Moser, Fotograf und Kameramann. Das abenteuerlustige Vater-Sohn-Gespann war unter anderem bereits gemeinsam auf dem Kilimandscharo, hat Deutschland und Kanada durchstreift – zuletzt Südafrika. Von ihren Erlebnissen berichten die beiden ab Oktober im Planetarium Hamburg.

Und die monatelange Reise hatte es in sich: „Natürlich habe ich in meinem Leben viele schöne Sachen in der ganzen Welt gesehen, trotzdem bricht man natürlich immer mit einer gewissen Erwartungshaltung auf. Die wurde in Südafrika total übertroffen. Zum einen, weil ich mit Aaron viel erlebt habe – das Erklimmen der 3.000 Meter hohen Drakensberge und eine Fahrt im Faltkajak entlang der stürmischen Atlantikküste zum Kap der Guten Hoffnung. Zum anderen aber, weil ich eine Natur entdeckt habe, die für mich in ihrer Art und Anmutung unfassbar war. Im privaten Babanango-Naturreservat“, erklärt Achill Moser.
„Es wurde erst vor acht Jahren von einem deutschen Investorenpaar gegründet, das wir auch kennenlernen durften. Sie haben alle Tiere, die man sich vorstellen kann, auch die Big Five. Man muss sein Fahrzeug am Eingang abstellen und wird dann abgeholt und zu einer von nur vier Lodges gebracht. Anschließend waren wir mit einem Guide, mit Gewehr, zu Fuß sieben Tage unterwegs und haben gezeltet. Nicht ganz ungefährlich, aber wow. Wir haben Löwen und Geparden aus nächster Nähe gesehen und Giraffen, neben denen wir manchmal kilometerweit gewandert sind. Viele Menschen reden ja immer von den großen Tieren, aber in diesem Reservat gibt es auch ohne Tiere großes Kino, denn die Natur dort ist für mich eine der schönsten oder vielleicht sogar die schönste in Afrika“, so Moser.

Ohne Guides geht es nicht: Mit Kevin waren die Hamburger im Babanango-Naturreservat unterwegs …

Unfassbare Natur- und Tiererlebnisse gab es auch in der Kalahari-Wüste mit zwei weiteren Guides von den San, einem der ältesten Völker Afrikas, das unter anderem für seine guturale Sprache mit vielen Klicklauten bekannt ist. „Für uns Europäer nahezu unaussprechlich, deswegen sollten wir sie Hans und Elvis nennen“, erklärt Achill Moser. „Sie leben immer noch auf traditionelle Art und Weise in der Kalahari und es ist unglaublich, wie gut sie sich in dieser kargen Umgebung zurechtfinden und überleben können. Ich bin dankbar, dass sie mir Einblicke in ihren Umgang mit der Natur vermittelt haben.“ Mit ihnen hatten sie ihr größtes Erlebnisse: „Plötzlich stand ein Löwe etwa 4 Meter vor unserem Zelt. Sie sind langsam auf ihn zugegangen und haben in ihrer Sprache leise auf ihn eingeredet. Aaron und ich waren fassungslos. Vor allem, als der Löwe dann einfach gegangen ist.“


Von ihren vielen, teils unfassbaren Erlebnissen berichten die beiden in einer Live-Show und in einer großen Fotoausstellung (Oktober 2026 – Februar 2027) im Planetarium.
TERMINTIPP:
SÜDAFRIKA – Von Kapstadt ins Abenteuer
ab dem 02. Oktober im Planetarium Hanburg
Mehr Infos, Termine und Tickets für 27 €/erm. 23€ gibt es HIER
Mehr Infos zu den beiden Hamburger Weltenbummlern gibt es unter www.achillmoser.de und www.aaronmoser.de
Alle Fotos: © Achill und Aaron Moser