Der Fotograf, Künstler und Bergsteiger Sascha Hoselmann verbrachte seit 2022 166 Tage im Hochgebirge, nahm an 4 Expeditionen im Himalaya und den Anden teil und absolvierte mehr als 30 Hochtouren auf die hohen Berge der Alpen. Dabei entstanden fotografische Arbeiten auf drei Kontinenten in Höhen zwischen 2.500 und 6.500 Metern. 28 ausgewählte Werke sind jetzt in der Ausstellung ASCENSION. im Levantehaus zu sehen.
Monochrome Bildräume zwischen fragiler Schönheit und monumentaler Naturgewalt, zwischen isolierender Stille und fortwährender Transformation. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Veränderung menschlicher Wahrnehmung durch die Ausgesetztheit in extremer Natur, denn sie besitzt die Fähigkeit, unsere Wahrnehmung zu verändern. Mit zunehmender Distanz zu den Routinen des Alltags, zu gesellschaftlichen Konventionen und zur permanenten Verfügbarkeit von Ressourcen entstehen neue Perspektiven.
Sascha Hoselmann sucht vor allem die Ausgesetztheit in extremer Natur und beobachtet dabei die Auswirkungen von Isolation, Ausgesetztheit und physischer Anstrengung auf die eigene Wahrnehmung. Unter Bedingungen, in denen gewohnte Sicherheiten an Bedeutung verlieren und elementare Bedürfnisse in den Vordergrund treten, verändert sich der Blick auf die Landschaft ebenso wie auf die eigene Position darin.



Die fotografischen Arbeiten in ASCENSION. sind Ausdruck intensiver Erfahrungen in den Hochgebirgen dieser Erde und zugleich eine Hommage an die Natur als eigentliche Künstlerin. Neben monumentalen Landschaften richtet Hoselmann seinen Blick immer wieder auf Details, Strukturen und Formen, die von geologischen, klimatischen und zeitlichen Prozessen hervorgebracht werden. Eis, Fels und Schnee erscheinen dabei nicht als statische Elemente einer Landschaft, sondern als Teil eines fortwährenden Wandels.
Von glazialen Strukturen über scharf gezeichnete Grate bis hin zu schneebedeckten Gipfeln greifen die großformatigen Fotografien die unperfekte Perfektion natürlicher Formen auf. Häufig löst Hoselmann ikonische Berge aus ihrem gewohnten Kontext und konzentriert sich auf einzelne Ausschnitte, Texturen oder Linien. Auf diese Weise entstehen Arbeiten, die weniger das Offensichtliche dokumentieren als vielmehr den Charakter und die Identität eines Ortes sichtbar machen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. November im Levantehaus, Mönckebergstraße 7.
Mehr Infos zum Fotografen und seiner Ausstellung gibt es HIER.
Fotos: © Martina van Kann Fotografie (3)